Ausführlichere Beschreibung der Themenstränge

In den letzten Jahrzehnten sind pädagogische Führungskräfte mit neuen Aufgaben und Heraus­forderungen konfrontiert. Insbesondere Wandlungsprozesse in den Bildungssystemen haben starke direkte Auswirkungen auf Funktion und Rolle von Schulleiterinnen und Schulleitern. Zudem verändern sich Schulen und folglich auch die Anforderungen und Erwartungen an ihre pädagogische Führung auch aufgrund von eher indirekt wirkenden sozialen, politischen und wirtschaftlichen Wandlungsprozessen in der Gesellschaft, die weltweit an Dynamik gewinnen, auch als Folge der Globalisierung. Gleichzeitig bieten aber viele der Herausforderungen, denen sich Schulen und Schulleitungen gegenübersehen, auch Chancen dafür, die Qualität von Schulen und Bildung zu verbessern.

 

Diese Aufgaben können in verschiedene Handlungsfelder differenziert werden. Das Symposium 2017 greift diese Handlungsfelder thematisch auf.

 

Lernen, Unterricht und Erziehung / Unterrichtsentwicklung

Lernen, Unterricht und Erziehung liegen in der Verantwortung der Lehrkräfte. Aufgabe des Schulmanagements ist es sicherzustellen, dass Unterricht auf qualitativ hohem Niveau stattfinden kann. Es muss Unterrichtsentwicklung initiieren und unterstützen sowie für Arbeitsstrukturen sorgen, die den Lehrkräften ermöglichen, sich in kollegialer Kooperation über Unterricht und Erziehung zu verständigen, gute Praxiserfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen. Das Schulmanagement gewährleistet, dass die Unterrichtsentwicklung und die Erziehung an der Schule zu einem Gesamtkonzept im Sinne von abgestimmter und gemeinsam verantworteter Arbeit zusammengeführt werden.

 

Personalmanagement

Auf der Grundlage des Abgleichs von vorhandenem und künftig zu erwartendem Personalbestand und Personalbedarf ist dafür zu sorgen, dass geeignetes Personal mit den erforderlichen Qualifikationen für die Aufgabenerfüllung der Schule zur Verfügung steht und eingesetzt wird. Die kontinuierliche profes­sionelle Weiterentwicklung dieses Personals sollte nicht nur den individuellen Bedürfnissen Rechnung tragen, sondern einem Gesamtkonzept folgen mit dem Ziel, die Kompetenz des Kollegiums als Ganzem zu erweitern.

 

Organisation und Wissensmanagement

Beschreibung folgt

 

Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement in Schulen dient dazu, sich des Unterrichts zu vergewissern und die Ergebnisse so auszuwerten und aufzubereiten, dass sie in Entwicklungs- und Verbes­serungsmassnahmen der pädagogischen Arbeit umgesetzt werden. Darüber hinaus orientiert sich das Qualitätsmanagement an der Einzelschule daran, qualitätssichernde Massnahmen (Evaluation) in Qualitätsentwicklung, also in Massnahmen der Optimierung, überzuführen. Dabei sind alle genannten Handlungsfelder im Blick zu behalten.

 

Kooperation, Bildungslandschaften und System Leadership

Die Zusammenarbeit innerhalb der Schule sowie die Kontakte und Kooperationsbeziehungen in einer Bildungslandschaft haben ein starkes Gewicht. Dem Schulmanagement obliegt es, Initiativen zur Verbesserung der Kooperation mit dem schulischen Umfeld zu entwickeln und für eine transparente Kommunikation mit der Öffentlichkeit zu sorgen. Es bedient sich dabei der Methoden und Verfahren der Öffentlich­keitsarbeit. Die Schulleitung sowie weitere Vertreter der Schule repräsentieren die Schule und tragen damit zur Stärkung des Prestiges und der Wettbewerbsfähigkeit der Schule bei. Schulmanagementaufgabe ist es darüber hinaus auch, die Zusammenarbeit im Kollegium zu fördern. Dabei sollen kooperative Arbeitsformen effektiv und effizient organisiert sein. (Dazu gehören u.a. ressourcen­ökonomische Sitzungen von Gremien und Arbeitsgruppen, faire Arbeitsteilung etc.).

 

Führungskräfteentwicklung / Professionalisierung pädagogischer Führungskräfte

Pädagogische Führungskräfte müssen aufgrund veränderter Anforderungen neue und erweiterte Aufgaben wahrnehmen. Deshalb bedarf es einer kontinuierlichen und systematischen Profes­sionalisierung von pädagogischen Führungskräften in Schulen, die den Erwerb und den Aufbau handlungsrelevanter Kompetenzen sicherstellt. Deshalb braucht es zielorientierte und passgenaue Qualifizierungs- und Beratungs­massnahmen für die Unterstützung und Förderung von potentiellen, neu ernannten und amtierenden Schulleiterinnen und Schulleitern sowie Schulleitungsteams.

 

School Turnaround

Lange Zeit sind Schulen, die nicht erfüllen, was von ihnen erwartet wird, Stiefkinder der Schulqualitäts- und der Schulentwicklungs­forschung gewesen. Die Charakteristika erfolgreicher Schulen wurden auf weniger erfolgreiche projiziert, denn man nahm an, dass das entscheidende Charakteristikum besonders belasteter Schulen eben das Fehlen der Faktoren sei, die mit Wirksamkeit assoziiert sind. Aber sind diese Annahmen berechtigt? Die Forschung zu ineffektiven oder dysfunktionalen Schulen zeigt indes auf, dass solche Schulen spezifische eigene Merkmale haben, die andere Entwicklungs- sowie Unterstützungsmassnahmen erfordern. Mit den bisherigen Fragen der Schulentwicklung ist nicht zwingend den Schulen geholfen, die meist nicht in der Lage sind, entsprechende Angebote zu erkennen und für ihre eigene Entwicklung zu nutzen. Ihnen fehlt es an der nötigen Handlungskompetenz. Um nachhaltig Erfolg zu haben, braucht es unterschiedliche Ansätze, die genau auf die individuel­len Umstände der einzelnen Schule zugeschnitten sind. Der Terminus „School Turnaround“, hat sich in den letzten Jahren etabliert für Bemühungen, gerade solche Schulen zu unterstützen. In manchen Fällen bedarf es einer starken Schulleitung, um notwendige Veränderungen konsequent umzusetzen. Die aktive Mitwirkung der Schulaufsicht und der Gemeinde/Kommune ist unabdingbar. Zunehmend entstehen für solche Schulen geeignete zielorientierte Angebote in den Schulsystemen.

 

Digitalisierung

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Bildungsgerechtigkeit

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Inklusion

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Migration und Bildung

Globale Ungleichheitsverhältnisse sowie politische, wirtschaftliche und ökologische Krisen führen zu wachsenden Migrationsbewegungen. Schule und andere Bildungsinstitutionen sehen sich in diesem Kontext häufig mit (neuen) Fragen, Unsicherheiten und Anforderungen konfrontiert. Dieser Strang des Symposiums rückt Erfahrungen der Praxis, wissenschaftliche Befunde und bildungspolitische Perspektiven auf das Thema Migration und Bildung in den Mittelpunkt der Betrachtung.

 

Partizipation und Demokratie

Viele der Autoren und Forschenden beschreiben Partizipation als wichtiges Element einer demokratischen Schule, die ein Modell dessen sein soll, wozu sie erzieht. Doch auch im Rahmen der Schulentwicklung ist Partizipation bedeutsam: Ohne Beteiligung und Engagement können Maßnahmen der Qualitätssicherung und -entwicklung nicht verwirklicht werden. Hinter allem steht die Annahme: Nur mit Teilhabe der Kolleginnen und Kollegen, der Schülerinnen und Schüler und der Eltern sowie weiterer Partner kann Schule ihr volles Potenzial zum Wohl der Kinder und Jugendlichen entfalten.

 

Gesundheit und Resilienz

Das Thema Gesundheit wird für Schulen immer wichtiger. Gesundheitsmanagement zu betreiben, präventiv als auch in Akutsituationen, spielt für pädagogische Führungskräfte im Rahmen ihrer Gesamtverantwortung für die Schule aus dreierlei Perspektive eine Rolle: 1. Besonders die eigene Gesundheit von pädagogischen Führungskräften gilt als zentrale Ressource um Stress und Belastung zu reduzieren und die Qualität der Arbeit zu erhöhen. 2. Pädagogische Führungskräfte müssen ihr Augenmerk auf die Gesundheit und Leistungs­fähigkeit von Lehrerinnen und Lehrern sowie andere Mitarbeitende an der Schule richten. 3. Massnahmen der Gesundheits- und Leistungsförderung müssen auch Schülerinnen und Schüler erreichen. Letztlich fördert die Gesundheit aller die Qualität von Schule insgesamt.

 

Architektur und Pädagogik

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Kunst und Pädagogik

Beschreibung folgt.

 

Steuerung in Bildungssystemen, Governance und Bildungspolitik

Beschreibung folgt.