Programm

SLS - Detailliertes Programm (inklusive Ablaufübersicht):

Das Programm des Schulleitungssymposiums, der Hauptkonferenz, finden Sie hier.

SLS - Abstractband:

Den Abstractband mit den Kurzbeschreibungen der Beiträge im Parallelprogramm des Schulleitungssymposiums finden Sie hier.

IS - Detailliertes Programm (inklusive Ablaufübersicht):

Das Programm des International Seminars, der Vorkonferenz, finden Sie hier.

Referentinnen und Referenten-Übersicht:

Eine Übersicht der Referentinnen und Referenten finden Sie hier.

Inhaltliche Konzeption des SLS

Das Tagungsthema des SLS 2013 lautet:

Herausforderungen und Chancen für Schule und pädagogische Führung.

In den letzten Jahrzehnten sind Schulleitungen mit neuen Aufgaben und Herausforderungen konfrontiert. Insbesondere Wandlungsprozesse in den Bildungssystemen haben starke direkte Auswirkungen auf Funktion und Rolle von Schulleiterinnen und Schulleitern. Zudem verändern sich Schulen und folglich auch die Anforderungen und Erwartungen an ihre pädagogische Führung auch aufgrund von eher indirekt wirkenden sozialen, politischen und wirtschaftlichen Wandlungsprozessen in der Gesellschaft, die weltweit an Dynamik gewinnen, auch als Folge der Globalisierung. Gleichzeitig bieten aber viele der Herausforderungen, denen sich Schulen und Schulleitungen gegenübersehen, auch Chancen dafür, die Qualität von Schulen und Bildung zu verbessern.

Diese Aufgaben können in verschiedene Handlungsfelder von pädagogischer Führung differenziert werden. Das Schulleitungssymposium 2013 greift diese Handlungsfelder thematisch auf.

Unterricht:
Unterricht und Erziehung liegen in der Verantwortung der Lehrkräfte. Aufgabe des Schulmanagements ist es sicherzustellen, dass Unterricht auf qualitativ hohem Niveau stattfinden kann. Es muss Unterrichtsentwicklung initiieren und unterstützen sowie für Arbeitsstrukturen sorgen, die den Lehrkräften ermöglichen, sich in kollegialer Kooperation über Unterricht und Erziehung zu verständigen, gute Praxiserfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen. Das Schulmanagement gewährleistet, dass die Unterrichtsentwicklung und die Erziehung an der Schule zu einem Gesamtkonzept im Sinne von abgestimmter und gemeinsam verantworteter Arbeit zusammengeführt werden.
Themen werden sein: Neue Befunde der Unterrichtsforschung, Innovative Unterrichtsmethoden, Kompetenzorientierung

Personal:
Auf der Grundlage des Abgleichs von vorhandenem und künftig zu erwartendem Personalbestand und Personalbedarf ist dafür zu sorgen, dass geeignetes Personal mit den erforderlichen Qualifikationen für die Aufgabenerfüllung der Schule zur Verfügung steht und eingesetzt wird. Die kontinuierliche professionelle Weiterentwicklung dieses Personals sollte nicht nur den individuellen Bedürfnissen Rechnung tragen, sondern einem Gesamtkonzept folgen mit dem Ziel, die Kompetenz des Kollegiums als Ganzem zu erweitern.
Themen werden sein: Umgang mit schwierigen Personalsituationen, Systematisches Personalmanagement, Unterrichtsteams – Zusammenarbeit fördern

Organisation:
Die Organisation von Schule und Unterricht ist so gestaltet, dass sie die Wirksamkeit des pädagogischen Handelns ermöglicht und unterstützt. Dies setzt voraus, dass die Organisationsgestaltung sich am Auftrag der Schule und an Zielvorstellungen orientiert, auf die sie sich im Schulprogramm und insbesondere in ihrem Leitbild verständigt hat. Darauf sind die Aufbau- und Ablauforganisation ausgerichtet.
Themen werden sein: Wissensmanagement in innovativen Organisationen, Zeitgemässe Schulentwicklung

Qualitätsmanagement:
Qualitätsmanagement in Schulen dient dazu, sich des Unterrichts zu vergewissern und die Ergebnisse so auszuwerten und aufzubereiten, dass sie in Entwicklungs- und Verbesserungsmaßnahmen der pädagogischen Arbeit umgesetzt werden. Darüber hinaus orientiert sich das Qualitätsmanagement an der Einzelschule daran, qualitätssichernde Maßnahmen (Evaluation) in Qualitätsentwicklung, also in Maßnahmen der Optimierung, überzuführen. Dabei sind alle genannten Handlungsfelder im Blick zu behalten.
Themen werden sein: Nutzen und Risiken der externen Evaluation, QM-Systeme auf dem Prüfstand

Kooperation (in einer Bildungslandschaft):
Die Zusammenarbeit innerhalb der Schule sowie die Kontakte und Kooperationsbeziehungen in einer Bildungslandschaft haben ein starkes Gewicht. Dem Schulmanagement obliegt es, Initiativen zur Verbesserung der Kooperation mit dem schulischen Umfeld zu entwickeln und für eine transparente Kommunikation mit der Öffentlichkeit zu sorgen. Es bedient sich dabei der Methoden und Verfahren der Öffentlichkeitsarbeit. Die Schulleitung sowie weitere Vertreter der Schule repräsentieren die Schule und tragen damit zur Stärkung des Prestiges und der Wettbewerbsfähigkeit der Schule bei. Schulmanagementaufgabe ist es darüber hinaus auch, die Zusammenarbeit im Kollegium zu fördern. Dabei sollen kooperative Arbeitsformen effektiv und effizient organisiert sein. (Dazu gehören u.a. ressourcenökonomische Sitzungen von Gremien und Arbeitsgruppen, faire Arbeitsteilung etc.).
Themen werden sein: Kooperation zwischen dem formellen und informellen Bereich: Möglichkeiten und Chancen, Für eine gute Bildung kommt es auf System Leadership an!, Übergänge gestalten

Darüber hinaus gibt es aktuelle Querschnittsthemen wie u.a.

Diversity Management:
Soziale Diversität aufgrund wirtschaftlicher und sozialer Entwicklungen rückt als zu berücksichtigendes Thema besonders auch im Schulkontext immer weiter in den Fokus. Schulen müssen versuchen die Lernchancen für alle Schülerinnen und Schüler, unter Berücksichtigung der verschiedenen sozio-ökonomischen Hintergründe, gleichermaßen zu sichern und gegebenenfalls zu fördern. Die Schulleitung hat in diesem Zusammenhang eine Schlüsselrolle und steht vor der Aufgabe geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen und Strukturen zu etablieren, die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und das Schulumfeld auf die gewachsenen Herausforderungen vorbereitet und unterstützt.
Themen werden sein: Vielfalt als Chance, Umgang mit Heterogenität – Konsequenzen für Schulmanagement

Gesundheit:
Das Thema Gesundheit wird für Schulen immer wichtiger. Gesundheitsmanagement zu betreiben, präventiv als auch in Akutsituationen, spielt für pädagogische Führungskräfte im Rahmen ihrer Gesamtverantwortung für die Schule aus dreierlei Perspektive eine Rolle: 1. Besonders die eigene Gesundheit von pädagogischen Führungskräften gilt als zentrale Ressource um Stress und Belastung zu reduzieren und die Qualität der Arbeit zu erhöhen. 2. Pädagogische Führungskräfte müssen ihr Augenmerk auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Lehrerinnen und Lehrern sowie andere Mitarbeitende an der Schule richten. 3. Maßnahmen der Gesundheits- und Leistungsförderung müssen auch Schülerinnen und Schüler erreichen. Letztlich fördert die Gesundheit aller die Qualität von Schule insgesamt.
Themen werden sein: Arbeitsbeanspruchung und –belastung in Schule und Schulleitung: Was sind Risikofaktoren, was kann man tun?, Die gesunde Schule, Ressourcenmodell für Schulleitung

Zwei weitere Themen sind derzeit im aktuellen Diskurs von großer Relevanz:

School Turnaround - durch konzertierte Aktionen Schulentwicklung betreiben:
Lange Zeit sind Schulen, die nicht erfüllen, was von ihnen erwartet wird, Stiefkinder der Schulqualitäts- und der Schulentwicklungsforschung gewesen. Die Charakteristika erfolgreicher Schulen wurden auf weniger erfolgreiche projiziert, denn man nahm an, dass das entscheidende Charakteristikum besonders belasteter Schulen eben das Fehlen der Faktoren sei, die mit Wirksamkeit assoziiert sind. Aber sind diese Annahmen berechtigt? Die Forschung zu ineffektiven oder dysfunktionalen Schulen zeigt indes auf, dass solche Schulen spezifische eigene Merkmale haben, die andere Entwicklungs- sowie Unterstützungsmaßnahmen erfordern. Mit den bisherigen Fragen der Schulentwicklung ist nicht zwingend den Schulen geholfen, die meist nicht in der Lage sind, entsprechende Angebote zu erkennen und für ihre eigene Entwicklung zu nutzen. Ihnen fehlt es an der nötigen Handlungskompetenz. Um nachhaltig Erfolg zu haben, braucht es unterschiedliche Ansätze, die genau auf die individuellen Umstände der einzelnen Schule zugeschnitten sind. Der Terminus „School Turnaround“, hat sich in den letzten Jahren etabliert für Bemühungen, gerade solche Schulen zu unterstützen. In manchen Fällen bedarf es einer starken Schulleitung, um notwendige Veränderungen konsequent umzusetzen. Die aktive Mitwirkung der Schulaufsicht und der Gemeinde/Kommune ist unabdingbar. Zunehmend entstehen für solche Schulen geeignete zielorientierte Angebote in den Schulsystemen.
Themen werden sein: Schule(ntwicklung) in schwieriger Lage, Failing Schools – Besonders belastete Schulen, Schule in akuter Not – Erfahrungen aus der Praxis, die Rolle der Schulaufsicht und des Unterstützungssystems bei Turnaroundprozessen.

Professionalisierung von pädagogischen Führungskräften:
Pädagogische Führungskräfte müssen aufgrund veränderter Anforderungen neue und erweiterte Aufgaben wahrnehmen. Deshalb bedarf es einer kontinuierlichen und systematischen Professionalisierung von pädagogischen Führungskräften in Schulen, die den Erwerb und den Aufbau handlungsrelevanter Kompetenzen sicherstellt. Deshalb braucht es zielorientierte und passgenaue Qualifizierungs- und Beratungsmaßnahmen für die Unterstützung und Förderung von potentiellen, neu ernannten und amtierenden Schulleiterinnen und Schulleitern sowie Schulleitungsteams.
Themen werden sein: Innovative Lehr- und Lernarrangements, Wirksamkeit der Fort- und Weiterbildung bzw. Führungskräfteentwicklung, Kompetenzmodellierung von Schulmanagement

Themenschwerpunkte werden mit einem Plenumsvortrag aufgegriffen, zudem bieten Workshops (90- und 180-minütig) die Möglichkeit der praxisorientierten Vertiefung.

Zug & Umgebung:

(Fotos: Stephan Gerhard Huber)

 

Partner sind, u.a.

- Carl Link
- Forum Bildung
- VSLCH
- ASD
- EU Comenius
- SNF
- Stiftung Mercator Schweiz
- Obersee Bilingual School
- sdw
- Jugend und Wirtschaft
- Kanton Zug
- Stadt Zug
- Zug Tourismus
- DBK Zug
- aeB
- DAPF, TU Dortmund
- SBI, Sachsen
- FeSA, Sachsen-Anhalt
- Thillm, Thüringen
- Netzwerk Schulführung der PH Thurgau, PH St. Gallen und PH Graubünden
- PH FHNW
- PH Luzern
- PH Schaffhausen
- PH Schwyz
- PH Zürich
- Hochschule Luzern Wirtschaft
- Universität Erfurt
- Universität Halle-Wittenberg
- Universität zu Kiel
- PH Ludwigsburg
- PH Weingarten
- Universität Linz
- PH Oberösterreich
- University of Manchester
- Netzwerk Bildung & Architektur

Einige Referierende bisher: