Anwendung in der Praxis

FÜHREN VON MITTELSCHULEN

Praxisorientierte Workshops zu Führungsthemen

Donnerstag, 7. September 2017, 8.45 bis 17.30 Uhr, PH Zug

 

Schulleitungsmitglieder und Lehrpersonen von Mittelschulen und Berufsfachschulen II haben die Gelegenheit, sich am Bildungs- und Schulleitungssymposium in Zug in vier Workshops vertieft mit spezifischen (Führungs-)Themen auf der Sekundarstufe II auseinanderzusetzen. In den Workshops geben Impulsreferate Denkanstösse und zeigen Lösungsansätze für organisationales Lernen. Praktische Übungen ermöglichen eigene Lernerfahrungen und die Reflexion von Haltungen. Moderierte Diskussionen und der Apéro im Anschluss an die Workshops ab 17.30 Uhr bieten Raum für Austausch.

Die Angebote sind eine Kooperation zwischen dem Institut für Wirtschaftspädagogik IWP der Universität St. Gallen, dem Schweizerischen Zentrum für die Mittelschule ZEM CES, der Stiftung Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik SZH und dem Zentrum Bildung zB Wirtschaftsschule KV Baden sowie dem Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie IBB der Pädagogischen Hochschule Zug als Gastgeber des internationalen Bildungs- und Schulleitungssymposiums unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan Gerhard Huber.

 

 

Anmeldung

 

 

Anmeldung zum Symposium inkl. Forum FÜHREN VON MITTELSCHULEN (6.-8.9.2017):  ANMELDUNG

575 CHF

Das Forum PERSONAL findet im Rahmen des Bildungs- und Schulleitungssymposium statt. Der Besuch des Forums ist für Teilnehmende des Bildungs- und Schulleitungssymposiums
kostenfrei. Bereits jetzt liegen 750 Anmeldungen vor, es stehen nur noch wenige Plätze für den 6. und 8.9. sowie Tagestickets für den 7.9. zur Verfügung. Informationen zum gesamten Symposium: www.Bildungssymposium.net/Flyer

 

e-Flyer Forum FÜHREN VON MITTELSCHULEN

Kontakt: Mittelschulen@Bildungssymposium.net

08.45 – 10.15

Für Schulleitungen der Sek II

Werkzeuge und Modelle zur Steuerung von Schulentwicklungsprozesse

Prof. Dr. Roman Capaul, Institut für Wirtschaftspädagogik Universität St. Gallen
Dr. Martin Keller, Institut für Wirtschaftspädagogik Universität St. Gallen

Adressat: Praxis / Bildungsverwaltung

Stichworte: Veränderungsprozess, Tools, Rollen, Handlungsmöglichkeiten

Inhalt:
Veränderungsprozesse an Schulen sind eine Herausforderung für alle Akteure – Schulleitung, Steuergruppen, Lehrpersonen, Verwaltung, externe Anspruchsgruppen, etc. Die Steuerung erfolgt im Wesentlichen über Interventionen; d.h. über Handlungen und Ereignisse, die den Innovationsprozess in die gewünschte Richtung bringen. Wenn wir alle Aussagen der Innovationslehre und von Changemanagement zusammenfassen müssten, dann geht es bei diesen Interventionen immer um eine sauber geführte, strategische Balance zwischen Stabilität und Instabilität. Beide Welten müssen die Schulleitung oder das verantwortliche ‚Change-Team‘ beherrschen. Damit dies gelingt, müssen die Akteure über Steuerungswissen und Instrumente verfügen, welche Sicherheit in unsicheren Situationen gegeben. Die Erfahrungen zeigen, dass Modelle und Tools sehr hilfreich sein können, damit die Interventionen zielorientiert, wirkungsvoll und koordiniert erfolgen.

In diesem Workshop stellen wir die Werkzeuge & Modelle in den Mittelpunkt. Dabei werden wir folgenden Fragen nachgehen:

  • ­ Wie schafft man in einem Innovationsprozess Orientierung?
  • ­ Welches sind die wesentlichen Akteure/Rollen im Innovationsprozess?
  • ­ Welche Beiträge leisten die Macht-, Fach- und Prozesspromotoren im Innovationsprozess?
  • ­ In welchen Phasen läuft ein Innovationsprozess ab? Wo finden typische Fehler statt?
  • ­ Falls Zeit: Wie gehen wir mit Widerständen konstruktiv um?

 

 

10.15 – 10.45

Pause

10.45 – 12.15

Für Schulleitungen der Sek II

Erfahrungsaustausch zur Steuerung von Veränderungsprozessen: von ‚Stolpersteinen‘ bis ‚best practice‘

Prof. Dr. Roman Capaul, Institut für Wirtschaftspädagogik Universität St. Gallen
Dr. Martin Keller, Institut für Wirtschaftspädagogik Universität St. Gallen

Adressat: Praxis / Bildungsverwaltung

Stichworte: Veränderungsprozess, Erfahrungen, Stolpersteine, Good Practice Handlungsmöglichkeiten

Inhalt:
Veränderungsprozesse an Schulen sind eine Herausforderung für alle Akteure – Schulleitung, Steuergruppen, Lehrpersonen, Verwaltung, externe Anspruchsgruppen, etc. Die Steuerung erfolgt im Wesentlichen über Interventionen; d.h. über Handlungen und Ereignisse, die den Innovationsprozess in die gewünschte Richtung bringen. Wenn wir alle Aussagen der Innovationslehre und von Changemanagement zusammenfassen müssten, dann geht es bei diesen Interventionen immer um eine sauber geführte, strategische Balance zwischen Stabilität und Instabilität. Beide Welten müssen die Schulleitung oder das verantwortliche ‚Chang-Team‘ beherrschen. Damit dies gelingt, müssen die Akteure über Steuerungswissen und Instrumente verfügen, welche Sicherheit in unsicheren Situationen gegeben. Die Erfahrungen zeigen, dass Modelle und Tools sehr hilfreich sein können, damit die Interventionen zielorientiert, wirkungsvoll und koordiniert erfolgen.

In diesem Workshop stellen wir die geteilten Praxiserfahrungen in den Mittelpunkt. Dabei werden wir folgenden Fragen nachgehen:

  • ­Wo und wie werden Themen zur Schulentwicklung initialisiert?
  • ­Wer besetzt welche Rollen und wie werden die Rollen/Funktionen gesteuert?
  • ­In welchen Phasen eines Innovationsprozess lauern welche Gefahren? Wie begegnen wir diesen Herausforderungen präventiv? Welche Interventionen bewähren sich?
  • Falls Zeit: Wie gehen wir mit Widerständen konstruktiv um?

 

 

12.15 – 14.00

Mittagspause

14.00 – 15.30

Für Schulleitungen und Lehrpersonen

Lernende mit Nachteilsausgleich in der Sek II: Wie weiter nach der Matur?

Dr. Olga Meier, Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik
Eva Leuenberger, Schweizerischen Zentrum für die Mittelschule ZEM CES

Adressat: Schulleitungen Sek II, Praxis, Bildungsverwaltung

Stichworte: Nachteilsausgleich, Übergang Gymnasium Universität, Studium und Behinderung

Inhalt:
Eine Maturandin, ein Maturand hat grundsätzlich freien Zugang zu Schweizer Universitäten und ETH. Die Teilnehmenden erhalten Informationen, wie sich dieser Übergang gestaltet für Lernende, die im Gymnasium aufgrund einer Behinderung Nachteilsausgleichsmassnahmen erhalten haben. Dass Jugendliche mit einer Behinderung das Recht auf Nachteilsausgleichsmassnahmen am Gymnasium haben, ist mittlerweile Schweiz weit akzeptiert. Es gibt jedoch noch erhebliche Unterschiede zwischen den Kantonen und den Schulen in der Anwendung und in der Festlegung der Grenzen dieses gesetzlichen Anspruchs. Wenn betroffene Maturandinnen / Maturanden das Studium aufnehmen, stellen sich für die Hochschulen ähnliche Fragen wie für die Schulen der Sekundarstufe II. Im Workshop werden einerseits konkrete Lösungen sowie Herausforderungen und andererseits das Netzwerk Studium und Behinderungen vorgestellt sowie Zusammenarbeitsmöglichkeiten mit den Gymnasien skizziert. Die Teilnehmenden gewinnen ein vertieftes Verständnis dafür, was auf die Maturandinnen und Maturanden mit Nachteilsausgleich an den Hochschulen zukommt. Dieses Wissen ermöglicht eine differenziertere Beratung der Schülerinnen und Schüler.

 

 

15.30 – 16.00

Pause

16.00 – 17.30

Für Schulleitungen und Lehrpersonen

Entwicklung einer Lehrerweiterbildung auf der Sekundarstufe II zum Umgang mit ethnisch-kultureller Heterogenität von Berufslernenden

Michele Collenberg, Universität St.Gallen
Serdar Ursavas, Zentrum Bildung Wirtschaftsschule KV Baden

Adressat: Praxis

Stichworte: Heterogenität, Multikulturalität, Lehrerweiterbildung

Inhalt:
Schulen und Lehrpersonen haben auf die zunehmende ethnisch-kulturelle Heterogenität von (Berufs-)lernenden fachlich qualifizierte Antworten für die pädagogische Arbeit zu finden. Dazu gehört die Entwicklung von interkulturellen Lehrkompetenzen in der Lehreraus- und weiterbildung, da sich „das Bemühen um einen konstruktiven Umgang mit kulturbezogenen Inhalten („interkulturelle Kompetenz“) nicht gleichsam von selbst einstellt“ (Bender-Szymanski, 2013, S. 225). Das diesem Beitrag zugrundeliegende Projekt am Zentrum Bildung Wirtschaftsschule KV Baden verfolgt das Ziel, die interkulturellen Kompetenzen der Lehrpersonen zu fördern. Zum Zweck einer Bestandsaufnahme und Bedürfnisanalyse wurden die Lehrpersonen und Berufslernenden der Schule in zwei Online-Umfragen ausführlich dazu befragt, welchen Umgang mit ethnisch-kultureller Heterogenität sie derzeit an der Schule pflegen bzw. erleben und wo sie Verbesserungspotential orten. Die Erkenntnisse aus diesen Umfragen sind ein wichtiger Ausgangspunkt für die Planung von konkreten Weiterbildungsmassnahmen für die Lehrpersonen. Im Workshop sollen Ergebnisse aus diesen Umfragen präsentiert und in Kleingruppen diskutiert werden.

 

 

ab 17.30

Apéro